Musikpädagogische Positionen des AFS


Musikpädagogische Positionen des AfS im Laufe seiner 50jährigen Verbandsgeschichte und ihre Verwirklichung

Zur Forschungsfrage

Ziel der Untersuchung ist, die 50jährige Verbandsgeschichte des AfS (Arbeitskreis für Schulmusik und allgemeine Musikpädagogik e.V.), eines Verbandes von derzeit ca. 2500 Mitgliedern mit dem vordringlichen Interesse der Lehrerfortbildung im Bereich des Musikunterrichtes und der Musikpädagogik, im Blick auf musikpädagogische Ziele und Positionen aufzuarbeiten und darzustellen.
Hierbei geht es nicht nur um eine Dokumentation der essentiellen Inhalte des Verbandes, sondern auch um die Darstellung der wichtigsten Zusammenhänge, die zu der entsprechenden Ausprägung führten, um die Gegenüberstellung zu den jeweiligen Diskussionen der musikpädagogischen Zeitgeschichte und um die Wirksamkeit in der Öffentlichkeit.

Zur Erkenntnisgewinnung ist ein ganzer Komplex von Fragen etwa folgender Art zu bewältigen:

  • Werden Positionen artikuliert? Wenn ja, auf welche Weise werden sie sonst noch offenbar?
  • Was hat zu diesen Positionen geführt? Inwieweit und wie wirkten verbandsinterne Strukturen auf die Positionsbestimmung ein? Gibt es Wechselwirkungen?
  • Gibt es Wechselwirkungen zwischen der Positionsbestimmung der Wirksamkeit des Verbandes?
  • Wie wurden Ziele öffentlichkeitswirksam umgesetzt? Wurden gesteckte Ziele in der Arbeit wirklich umgesetzt oder wurde vom Ziel abgewichen?
  • Gab es kontroverse Ansichten? Führten diese zu Veränderungen?
  • Welche Einflüsse verursachten darüber hinaus Veränderungen?

Verfahren zur Gewinnung, Erschließung und Interpretation des Forschungs-materials, sowie der Verhinderung der methodenbedingten Verzerrung

Der AfS hat im Laufe seiner über 50jährigen Geschichte auf verschiedenen Wegen seine Ziele und seine Arbeit schriftlich dargelegt. In erster Linie sind das Veröffentlichungen als Beiträge zu Fachzeitschriften oder als Ganzschriften. Darüber hinaus existieren in Privatbesitz befindliche Korrespondenzen. Ergänzt werden diese Quellen durch Interviews mit Personen der Zeitgeschichte.

Die Quellen werden analysiert ausgewertet und verglichen. Hauptanteil der heuristischen Erkenntnisgewinnung ist die Zusammenfügung von Einzelfakten zu einem Erkenntnisganzen. Hermeneutische Anteile werden - wo notwendig - hinzugezogen. Darüber hinaus kommen aber auch statistische Auswertungen zur Anwendung.

Problematisch hinsichtlich der Objektivität sind die Interviews. Da dabei auch Personen über ihre eigene Arbeit berichten, besteht prinzipiell die Gefahr von Schönfärberei und subjektiver Einschätzung. Der Gefahr der Subjektivität wird dadurch begegnet, dass Aussagen nur dann kommentarlos verwertet werden, wenn sie sich mit dem Inhalt schriftlicher Quellen decken, bzw. ihnen nicht ausdrücklich widersprechen, also in den Kontext der Darstellung passen. Anderenfalls werden die Aussagen als subjektive Einschätzung, bzw. Widersprüche als solche kenntlich gemacht.

Erkenntnisinteresse

Aus mehreren Perspektiven besteht ein Interesse an dem Ergebnis der Arbeit:

  • Eine 50-jährige Zeit des Wirkens auf musikpädagogischem Sektor hat eine historische Dimension. Durch die Aufarbeitung der wesentlichen Inhalte des Verbandes und ihrer Wirksamkeit in der Öffentlichkeit geschieht eine Einordnung in die Zeitgeschichte und eine Zuteilung eines ihm zustehenden Bedeutungsranges.
  • Aus den Erkenntnissen der Wirksamkeit der Verbandsarbeit in Abhängigkeit von Korrelationen zwischen Verbandsstruktur und Positionsbestimmung lassen sich Folgerungen hinsichtlich zukünftiger Strukturstrategien ziehen.
  • Aus der Sicht des AfS wird diese den Kern des Vereins analysierende Dissertation sowohl eine einschlägige Idenditätsgrundlage als auch eine Repräsentationsmöglichkeit darstellen.

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